Manaslu 2007 – Speedbegehung zwischen Ambition und Demut

Nepal: Die Speedbegehung des Manaslu (8163 m) galt als ambitioniertes Projekt der drei Dynafit-Athleten Benedikt Böhm, Sebastian Haag und dem Bergführer Nicolas Bonnet.

Speed bedeutet: Keine Pausen, maximales Tempo bergauf und bergab. Am Manaslu bedeutet Speed 3263 Höhenmeter vom Basislager (4900 m) bis zum Gipfel – ohne Hochlager, ohne Verpflegungsstation und ohne angelegte Spur zum Gipfel! Anschließend die Abfahrt mit Skiern.

Nach tagelangem Ausharren im Basislager aufgrund starker Schneefälle konnten die Athleten am 3.10.2007 endlich die Speedbegehung starten. Nach 3 Stunden waren die drei bereits auf 6200 Metern Höhe – bei -30 Grad arbeiteten sie sich weiter aufwärts.

Must have: Ein starker Wille, um nicht aufzugeben. Auf einer Höhe von 7400 Metern, nur 150 Höhenmeter unter der sicheren Schulter des Manaslu, musste die Speedbegehung aufgrund hoher Lawinengefahr von den Athleten abgebrochen werden.

Die richtige Entscheidung: Es siegte die Vernunft der Skibergsteiger. Erfolge sind ein Resultat menschlicher Stärke.

"Wenn ich an den Manaslu 2007 denke, dann daran, das Basti und ich niemals aufgegeben haben, solange es irgendwie noch den Hauch einer Chance zum Erfolg gab. Wir mussten immer wieder starke Rückschläge einstecken. Unser Basecamp mussten wir aufgrund von Lawinengefahr verlassen, aber dann kämpften wir uns wieder zurück. Der Großteil unseres Materials war in den Schneemaßen untergegangen und unsere Crew wollte nicht mehr. Am Ende waren wir die einzigen, die einen Gipfelversuch wagten, mussten diesen aber auf 7.400m wegen Lawinengefahr abbrechen. Am Ende waren wir allein von unserer Expedition übrig. Wir schlossen uns der letzten verbleibenden Expedition an und dann ... dann fing es wieder an zu schneien …"
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