Mustagh Ata 2005

China: Speed Rekord am Mustagh Ata – 7546 m! Ziel war, den Gipfel so schnell wie möglich zu besteigen und danach noch viel schneller wieder im Basislager zu sein.

Einzigartige 10:41 Stunden benötigten die beiden deutschen Dynafit-Athleten Benedikt und Sebastian Haag zusammen mit dem international renommierten und 2008 tragischerweise tödlich verunglückten Höhenbergsteiger Matthias Robl für die 3100 Höhenmeter am Mustagh Ata (7546 m) im chinesischen Kuen-Lun Gebirge liegt, und die anschließende Abfahrt. Klassische Expeditionen benötigen vier Tage für diese Tour. Am 23. August erreichte das Trio bei -35 Grad den Gipfel nach nur 9:25 Stunden und nach 1:16 Stunden war das Team dann im Anschluss wieder im Basislager: Neuer Speed-Rekord! Diese neue Art des Bergsteigens war für Böhm und Haag ein radikales Experiment. Inspiriert vom Skitouren Rennlauf setzen sie ihr Ziel konsequent am Mustagh Ata um.

"Der Mustagh Ata im 2005 war eine Pionierleistung. Wir kamen aus dem nichts. Wir hatten uns ein Jahr zuvor aus einer Kombination aus Unwissenheit und Übermut an den 6.000ern in den Anden Perus halb umgebracht. Ein Jahr später hatten wir aus den Fehlern gelernt und ein festes Ziel für das wir hart gearbeitet hatten: Wir wollten die Methodik des Skitourenrennlaufs eins zu eins auf hohe Berge übertragen und den Gipfel des Mustagh Ata in einem Nonstop Push vom Basecamp aus (ohne Lagerkette) erreichen. Zum ersten Mal wurden wir kurz vor unserer Speed Begehung mit dem Tod konfrontiert als wir 2 verunglückte Bergsteiger fanden. Einer der beiden lebte noch, starb aber am selben Abend nachdem wir ihn auf 7.000m Höhe gebracht hatten. Dennoch verloren wir nicht den Mut und wagten unser Experiment einer Speed Begehung, die es so vorher noch nicht gab. Direkt vom Basecamp starteten wir Nonstop zum Gipfel und erreichten diesen in unglaublichen 9,5 Stunden. Nach einer weiteren Stunde waren wir wieder zurück im Basecamp. Es war eine kleine Sensation und der Anfang einer Serie von Speed Begehungen an hohen Bergen."
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