Manaslu 2012

Benedikt Böhm und Sebastian Haag machen sich Mitte August zusammen mit dem kanadischen Extremskifahrer und Filmemacher Greg Hill auf zum sechsthöchsten Berg der Welt – dem Cho Oyu in Tibet. Das Ziel des Teams: Die Speedbesteigung mit anschließender Skiabfahrt ins Basecamp. Doch dann kommt alles anders…

Gerade mal 24 Stunden Zeit wollen sich Benedikt Böhm und Basti Haag für den Aufstieg vom Basislager zum Gipfel des Cho Oyu (8188 m) und die anschließende Skiabfahrt lassen. Um sich für ihr großes Vorhaben zu akklimatisieren haben sie sich einen anderen Berg vorgenommen, den Mera Peak (6461 m) in Nepal. Dort herrscht noch der Monsun und so kämpfen sie sich gemeinsam mit siebzehn Freunden durch nicht enden wollende Wassermassen. Doch letztlich ist das Glück auf ihrer Seite. Der anvisierte „Gipfeltag“ ist der einzige, an dem es nicht regnet und so stehen am Ende alle Freunde gemeinsam auf dem Gipfel des Mera Peak!

Aber dann kommt alles anders als geplant. Aus dem Cho Oyu wird der Manaslu (8163 m). Grund: Die chinesischen Behörden lassen das Expeditionsteam nicht nach Tibet einreisen. Benedikt Böhm und Basti Haag kehren an den Berg zurück, an dem sie 2007 bereits scheiterten: den Manaslu in Nepal.

Damals mussten sie auf 7300 Meter aufgrund von Lawinengefahr umkehren. Umso stärker ist nun der Wunsch, die jahrelang geplante Speedbesteigung zu versuchen. Dabei verzichten sie bewusst auf künstlichen Sauerstoff und die Zuhilfenahme von Hochträgern. Unterwegs sind sie nur mit minimalem Gepäck. Zwei bis drei Liter Wasser und 20-30 Powergels müssen für die 24 Stunden reichen. Kein Zelt kann im Notfall als Rückzugsort dienen. Der absolute Vorteil einer Speedbegehung ist dafür die relativ kurze Aufenthaltdauer in der Todeszone!

Nach wochenlanger Akklimatisation und tagelanger Schlechtwetterperiode ist es endlich soweit. Der Himmel reißt auf, der Gipfel rückt in erreichbare Nähe. Das Team um Benedikt Böhm und mehrere andere Expeditionen verlassen das Basislager Richtung Hochlager…

"In sieben Tagen erlebte ich die tiefsten Tiefen und die höchsten Höhen."
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